Warning: A non-numeric value encountered in /home/.sites/347/site8172319/web/wp-content/themes/Divi/functions.php on line 5763

Übersetzen und Dolmetschen wird im Alltag oft verwechselt. Es handelt sich hier um zwei unterschiedliche Tätigkeiten. Einfach formuliert geht es beim Übersetzen um die schriftliche Übertragung eines Textes. Beim Dolmetschen hingegen wird das gesprochene Wort übertragen.

Übersetzen

Übersetzen bedeutet, einen Text zu verfassen, der einerseits den Sinn des Originaltextes (auch Ausgangstext genannt) und den Schreibstil dessen Verfassers genau wiedergibt, andererseits den grammatischen und stilistischen Regeln der Zielsprache entspricht. So wird eine gute Übersetzung nicht als Übersetzung erkannt. Am Rande sei angemerkt, dass bei Rechtstexten die Übersetzung genauso „rechtsverbindlich“ wie der Ausgangstext, also das Original, ist.

Eine Begabung zum Schreiben, gründliches und genaues Arbeiten sowie terminologische Recherche sind hier unverzichtbar.

Dolmetschen

Die Aufgabe des Dolmetschenden besteht darin, das Gesagte wie auch Gemeinte in der Zielsprache wiederzugeben. So soll die Ausdrucksweise des ursprünglichen Sprechers auch in der Dolmetschung erkennbar werden.

Anders als beim Übersetzungsvorgang, ist die dolmetschende Person „sichtbar“. Sie spricht in der ersten Person und wird dadurch zur Stimme einer fremdsprachigen Sprecherin bzw. eines fremdsprachigen Sprechers. Die dolmetschende Person vermittelt die Überzeugungen des Sprechenden, ohne die eigene Meinung kundzutun oder Kommentare hinzuzufügen.

Eine hervoragende mündliche Ausdrucksfähigkeit, Intuition, Flexibilität, diplomatisches Verhalten sowie schnelle Reaktion sind hier unabdingbar.

 

Gemeinsam haben Dolmetschende und Übersetzende allerdings gewisse Voraussetzungen, wie die umfassende Kenntnis der Ausgangs- und Zielsprache, eine ausgeprägte Analysefähigkeit, profundes Fachwissen sowie den umfassenden Einblick in die jeweiligen Kulturen. Sind diese gegeben, kann die Aussage möglichst natürlich und sinngemäß in der Zielsprache wiedergegeben werden, wobei auch die Sprache des Lesenden bzw. Zuhörenden sowie die Situation nicht außer Acht gelassen werden dürfen.