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Wie viele Übersetzungen haben Sie heute schon gelesen?

Wir sind umgeben von Übersetzungen. Viele Texte, die wir lesen, sind ursprünglich in einer anderen Sprache niedergeschrieben worden. Besonders wenn es sich um Fachtexte (von wissenschaftlichen Texten bis hin zu diversen Anleitungen) oder literarische Texte handelt.

 

Sprachliche Gleichberechtigung als Grundprinzip der EU

Die EU gilt weltweit als die größte Arbeitgeberin für Übersetzerinnen und Übersetzer. Die Sprachenvielfalt gilt als Grundprinzip der Union. Die Sprachenfrage wurde bereits 1958 in der Verordnung Nr. 1 (VO 1/1958) geregelt. Tritt ein neuer Staat bei, ist dies meist mit einer sprachlichen und kulturellen Erweiterung der EU verbunden.

Da das Gemeinschaftsrecht in allen Sprachen zu lesen sein muss, arbeitet die Generaldirektion Übersetzung in allen Amtssprachen der EU. Alle Unionsbürgerinnen und -bürger haben außerdem das Recht, sich in einer der 24 Amtssprachen an die Organe der EU zu wenden und eine Antwort in der gewählten Sprache zu erhalten. Ebenso haben Vertretende im Europaparlament das Recht, sich in einer der Amtssprachen auszudrücken. Dabei werden sie von zwei- oder mehrsprachigen Dolmetscherinnen und Dolmetschern unterstützt.

 

Sonderstellung: Dreiklang für die interne Kommunikation

Aus praktischen Gründen werden nicht alle Texte in alle Sprachen übersetzt. Internes wird in den Arbeitssprachen Deutsch, Englisch oder Französisch abgewickelt.

 

Meistgesprochene Muttersprachen und Fremdsprachen in der EU

Wieso genießen Deutsch, Englisch und Französisch eine Sonderstellung? Laut einer Befragung (s. „Die Europäer und ihre Sprachen“, 2005 von der Europäischen Kommission durchgeführt) ist Deutsch die meistgesprochene Muttersprache in Europa (18%), gefolgt von Englisch und Italienisch (je 13 %). 12% gaben Französisch als Muttersprache an.

Die meistgesprochene Fremdsprache in ganz Europa bleibt weiterhin die englische Sprache mit 38 %. 14 % der Befragten gaben an, neben ihrer Muttersprache entweder Französisch oder Deutsch sprechen zu können. Interessant ist auch, dass mit der EU-Osterweiterung Russisch als erste Fremdsprache an großer Bedeutung gewonnen hat.