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Die französische Kultur ist in Europa sehr präsent. Viele für Europa prägende Ereignisse sind in Frankreich über die Bühne gegangen. Doch auch die Sprache, einst die Sprache vieler Höfe sowie die Sprache der Diplomatie und der Liebe, aber auch die Küche haben Einkehr in ganz Europa gefunden. Ein Stückchen Frankreich schlummert in vielen Herzen.

Doch wie verhält es sich, wenn man geschäftlich nach Frankreich fährt – oder besser gesagt: Wie verhält man sich, wenn man einem französischen Geschäftspartner gegenüber sitzt?

Kleidung dient dem ersten Eindruck

Frau Hollenbucher aus Klagenfurt hat heute ein Geschäftsessen in Paris. Französisch hat sie in der Schule gelernt, jedoch ist die Weltsprache schon etwas eingerostet. Doch der erste Eindruck sollte auf jedem Fall passen. Da Eleganz in Frankreich groß geschrieben wird, macht Frau Hollenbucher in einem legeren und doch eleganten Kostüm gute Figur.

Französischer Boden, französische Sitten

Etwas nervös kommt sie am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle an. Sie wird von einem Taxi abgeholt und ins Hochhausviertel La Défense gebracht. Pünktlich um 12:30 steht sie in der Eingangshalle, doch weit und breit ist ihr Geschäftspartner nicht zu sehen. 15 Minuten später trudelt dieser ein und begrüßt sie mit einem Händedruck gepaart mit einem Bonjour, Madame, was sie mit Bonjour, Monsieur erwidert. Er entschuldigt sich, denn die Métro hatte ein technisches Problem.

Geschäftsessen zur Beziehungspflege

Frau Hollenbucher weiß bereits, dass der französische Geschäftspartner gerne Dinge beim Essen regelt. Mit den Unterlagen unter dem Arm möchte sie gleich, nachdem der Kellner einen schönen Tisch am Fenster zugewiesen hat, in medias res starten. Doch hoppla – der französische Geschäftspartner möchte bis nach dem Dessert nur Smalltalk führen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Aus einem interkulturellen Training weiß sie, dass hier weder eigene Leistungen hochgepriesen noch Themen wie Krieg und Religion angeschnitten werden sollen. Dies wären unverzeihliche Fauxpas. Die Franzosen und Französinnen sprechen hier gerne über Unverfängliches wie die französische Küche und Geschichte oder – sofern man das Gegenüber schon etwas besser kennt – den nächsten Urlaub, die Kinder, Filme, Bücher etc. Emotionen sind generell erlaubt, doch wichtig allerdings: Niemals das Gesicht verlieren und niemals zu persönlich werden.

Nach dem geschäftlichen Gespräch wird bezahlt. Die getrennte Rechnung ist verpönt und so lässt sich Frau Hollenbucher mit einem freundlichen Merci einladen. Die Einladung abzulehnen wäre unhöflich.

Mit der Sprache auftrumpfen

Während des Restaurantsbesuchs kann Frau Hollenbucher das im Flugzeug nochmals wiederholte Vokabular von S’il vous plaît, Excusez-moi, Merci, Pardon einstreuen, was sowohl beim Personal als auch bei ihrem französischen Geschäftspartner Freude hervorruft.

Für das nächste Mal nimmt sie sich jedoch vor, ihr Französisch noch mehr aufzufrischen, denn die Sprache scheint die persönliche Bindung zum französischen Geschäftspartner zu festigen. Ihren Vorsatz kann sie gleich am nächsten Tag, als sie ein kurzes E-Mail schreibt, um sich nochmals für das Geschäftsessen zu bedanken und wichtige Dokumente an den französischen Geschäftspartner zu senden, in die Tat umsetzen.

 

Sprachliche und kulturelle Fauxpas lassen sich vermeiden! Also, Karten auf den Tisch und noch heute beim französischen Geschäftspartner auftrumpfen. Gerne bin ich Ihnen dabei behilflich. Kontaktieren Sie mich.